Unser Zentrum


Selbstdarstellung des Heidelberger Meditationszentrums der Karma Kagyü Gemeinschaft

Unser Meditationszentrum liegt im Herzen von Handschuhsheim, einem sehr schönen und ruhigen Stadtteil von Heidelberg, nahe der evangelischen Friedenskirche, nach der unsere Straße benannt ist (wir wohnen Friedensstraße 20).

Das Haus, das uns 1985 von Alfred Ritter geschenkt wurde, besteht aus Vorder-, Seiten- und Hintergebäude mit einem Innenhof, der im Laufe der Jahre immer "grüner" und blühender wurde und zum Verweilen einlädt.

Die Zentrumsräume befinden sich im Hintergebäude - ein 45 qm großer Meditationsraum im 1. Stock, darunter ein Seminarraum, den wir auch für Yogakurse, (Dia-)Vorträge, Lesungen und andere Veranstaltungen nutzen und vermieten. Dort können unsere Gäste bei Kursen übernachten. Im Seitengebäude sind eine kleine Küche, Toiletten und Bad.

Im Eingangsbereich des Seitengebäudes ist ein kleiner Dharma-Laden untergebracht, in dem wir buddhistische Bücher, Bilder und Ritualgegenstände anbieten. Aus unserer Bibliothek im Schreinraum können Bücher und Kunstbände zu den unterschiedlichen buddhistischen Wegen entliehen werden, ebenso Aufnahmen der Unterweisungen, die in unserem Zentrum bisher gegeben wurden.

Im Vordergebäude leben zurzeit 4 Personen in Hausgemeinschaft, die durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit ermöglichen, dass wir regelmäßig unter der Woche Meditationsabende und an Wochenenden Studien- und Meditationskurse anbieten können. Unterstützt werden die Hausbewohner durch Helfer von außen, die Aufgaben im Schreinraum, Hofgarten, Büro und bei der Durchführung der Kurse übernehmen. Darunter sind auch Mitglieder anderer buddhistischer Gruppen (v. a. Zen-Praktizierende), die in unseren Räumen meditieren.

GRÜNDUNG
Die Geschichte unseres Zentrums begann vor 25 Jahren, im Frühjahr 1982, als sich eine kleine Meditationsgruppe um Manfred Werner, unseren jetzigen Lama Manfred bildete. Im September nahmen einige Mitglieder dieser Gruppe am Sommerkurs mit Tenga Rinpotsche im Kamalashila Institut teil. Sie baten Rinpotsche, auf seiner Fahrt nach München in Heidelberg Station zu machen. Rinpotsche nahm die Einladung an, kam zum Tee und gab uns den Namen für ein Meditationszentrum: Karma Chang Chub Chö Phel Ling - der Garten, in dem die Erleuchtungslehre wächst.

Wöchentliche Meditationstreffen fanden zunächst in wechselnden privaten Wohnungen statt. Bereits im Dezember 1982 konnten wir den nächsten hohen Gast empfangen - Bokar Rinpotsche, der den Aufbau unseres Zentrums durch eine Guru Rinpotsche Einweihung unterstützte und über Mahamudra lehrte, die zentrale Meditationspraxis der Karma Kagyü Schule.

Von dieser Zeit an traf sich eine Gruppe von 8 - 12 Praktizierenden regelmäßig in den Räumen einer therapeutischen Praxisgemeinschaft in der Weststadt. Im Therapiegruppenraum fanden die ersten Wochenendkurse des Zentrums statt, mit Lama Tendar, dem damaligen Residentlama des Kamalashila Instituts, Chime Rinpotsche und anderen Lehrern.

Ab Mai 1984 wurde es zunehmend schwieriger, die wachsenden Zentrumsaktivitäten in der psychotherapeutischen Praxis durchzuführen und so war es ein großer Segen, dass im August 1985 das Haus in der Friedensstraße gekauft werden konnte.
Im Herbst begannen wir mit der Renovierung, die sich bis zum Sommer des nächsten Jahres hinzog. Bereits während dieser Zeit organisierten wir weitere Veranstaltungen - mit Chime Rinpotsche, Dagyab Rinpoche u. a. - und im Oktober (23. - 25. 10. 86) weihte Tenga Rinpotsche unser Zentrum am neuen Ort offiziell ein.

Einen besonderen Höhepunkt erlebten wir im Juli 1987: Jamgön Kongtrul Rinpotsche war für ein Wochenende hier zu Gast, gab eine Manjushri Einweihung und lehrte in der Stadthalle vor 250 Gästen über "Tantrischen Buddhismus im Westen  ". Später kamen auch die anderen Linienhalter Karmapas, Shamar und Gyaltsab Rinpotsche und 1995 schließlich durften wir Situ Rinpotsche empfangen. In den 90er Jahren (so lange er regelmäßig nach Europa kam) war Traleg Rinpotsche unser spiritueller Ratgeber.


SPIRITUELLE BETREUUNG / KURSANGEBOTE

Unser Zentrum steht - wie die anderen Zentren der Karma Kagyü Gemeinschaft - seit 1993 unter der Schirmherrschaft des 17. Gyalwa Karmapa, der Ringu Tulku Rinpoche als spirituellen Leiter eingesetzt hat. Dieser besucht regelmäßig unser Zentrum, ebenso Lama Namse Rinpotsche, die Residentlamas des Kamalashila-Institutes und Lama Kunga Dordsche vom Klausurzentrum Halscheid.
Auch westliche Dharmalehrer (von denen einige in Heidelberg wohnen) unterrichten hier: Lama Manfred, Steffi Tsultrim, Lama Tashi, Angelika Wild-Regel, Yesche U. Regel und nicht zuletzt Lama Dorothea, die maßgeblich am Aufbau des Zentrums beteiligt war und es seit 1996 leitet und im Hause lebt.

In großen Abständen - in den Pausen zwischen seinen mehrjährigen Einzelretreats - kommt Lama Tenpa Gyamtso zu Besuch. Er war der Drei-Jahres-Retreatmeister im französischen Meditationszentrum Kagyü Ling, das Kalu Rinpoche gegründet hat. 2008 werden wir ihn nach sieben Jahren wiedersehen!

 

Hier ein paar Fotos des Zentrums